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SPD Neuhäusel-Kadenbach.

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WebsoziInfo-News :

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

17.06.2026 12:19 Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger
Politisch-ideologischer Nachhilfeunterricht ist nicht nötig Das vom EU-Parlament beschlossene Verbot für Fleischbezeichnungen wie ‚Veggie-Speck‘ oder ‚Veggie-Hühnchen‘ ist falsch und wird Verbraucherinnen und Verbraucher verwirren. Dass Begriffe wie ‚Veggie-Burger‘ oder ‚Veggie-Wurst‘ auch künftig zulässig bleiben, ist richtig. Die Entscheidung beendet hoffentlich eine Scheindebatte, die viel politische Energie verschwendet hat. „Das EU-Parlament hat bestätigt, dass Begriffe wie… Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger weiterlesen

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Hunderte Westerwäldern droht das gesellschaftliche Abstellgleis :

Fraktion

Im Westerwaldkreis ist die Zahl der Arbeitslosen auf zuletzt 4.219 Personen gesunken – so wenig wie lange nicht mehr! Doch Langzeitarbeitslose und Ältere haben es noch immer schwer auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Gerade diese Menschen müssen deshalb weiterhin gezielt gefördert werden.
Dies wird nun aber kaum noch möglich sein, denn aus Berlin droht Schlimmes: eine Reform der Arbeitsmarktinstrumente, die in einigen Bereichen für diesen Personenkreis einem Kahlschlag gleichkommt. Folge: diese Menschen werden auch im Westerwald aufgegeben, die Folgekosten für die Kommunen hoch sein, meint das Forum Soziale Gerechtigkeit.
Die SPD-Kreistagsfraktion hat deshalb eine Resolution für die Sitzung am 30.09.11 eingebracht.

Beispielsweise seien im laufenden Jahr bereits für das Jobcenter Westerwald die Mittel für Beschäftigungsmaßnahmen wie Ein-Euro-Jobs von 1,4 Mio € auf 230.000 € zurückgefahren worden. Nach Gesprächen mit der Leitung von Agentur für Arbeit und Jobcenter Montabaur sowie verschiedenen Beschäftigungs- und Bildungsträgern in der Region kommt der Sprecher des Forums, Uli Schmidt, zu einem niederschmetternden Ergebnis: „Wenn die bisher zur Verfügung stehenden Eingliederungsmittel wie geplant weiter gekürzt werden, bleibt kaum noch etwas übrig, um die ganz Schwachen wieder in Arbeit zu bringen oder zumindest an einen geregelten Tagesablauf zu gewöhnen. Da nutzt alles Engagement der Akteure vor Ort nix mehr“. Schmidt stellt die Frage, ob es politischer Wille ist, diesen Teil der Bevölkerung einfach aufzugeben. Die beabsichtigte Fokussierung der künftigen Arbeitsmarktförderung auf arbeitsmarktnahe Personen mit geringem Unterstützungsbedarf und schnellen Ermittlungserfolgen gehe jedenfalls eindeutig zulasten von schwervermittelbaren Langzeitarbeitslosen.

Diese Politik der Unvernunft wird auch dazu führen, dass im Westerwald die notwendige Trägerlandschaft zerschlagen wird. Für alle arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zur Integration von Langzeitarbeitslosen mit oft multiplen Vermittlungshemmnissen bedarf es jedoch einer verlässlichen regionalen Infrastruktur. Nur so ist Teilhabe an Arbeit dauerhaft und nachhaltig zu organisieren, was ohne kompetente Beschäftigungsunternehmen und Bildungsträger nicht möglich ist.

Auch engagiert aufgebaute Projekte wie das „Sozialkaufhaus“ in Montabaur sind nach der Kürzungsorgie gefährdet. Dadurch, so das Forum, würden die Benachteiligten doppelt bestraft: durch wegfallende niedrigschwellige Arbeitsangebote und entfallende Möglichkeiten für bedürftige Familien, sich kostengünstig mit notwendigen Gebrauchsartikeln versorgen zu können.

Das Forum Soziale Gerechtigkeit schließt sich dem Aufruf „Arbeitsmarktpolitik für alle“ an. Ebenso wie der Paritätische Wohlfahrtsverband, der VdK oder die AWO warnt das Forum davor, die wichtigen Hilfsangebote für schlecht ausgebildete Jugendliche, ältere Arbeitslose, Menschen mit Behinderungen und chronisch Erkrankte oder Migranten zu Opfern einer zweifelhaften Kahlschlagpolitik zu machen. Dies führe dazu, dass allein im Westerwald hunderte Menschen eiskalt auf das gesellschaftliche Abstellgleis geschoben würden.

„Diese kurzfristig erzielten Einsparungen in der Arbeitsmarktpolitik holen uns bald ein und führen zu dreifach höheren Sozialausgaben in vielen anderen Bereichen“, kritisiert Forumssprecher Schmidt. Die Zerschlagung eines öffentlich geförderten zweiten Arbeitsmarktes löse kein einziges Problem, sondern schaffe viele neue. Besser sei es, mit Agentur und Jobcenter sowie Unternehmen und Bildungsträgern daran zu arbeiten, die Vermittlungsquote vom zweiten in den ersten Arbeitsmarkt zu verbessern.

 

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